Die Pestizistin ist groß und schlank. Sie hat bezaubernde dunkelgrüne Augen, ein wohlgeformtes Gesicht und füllige Lippen. Ihre Haut scheint auch eine grüne Schattierung zu haben. Die Haut ist fast glänzend bei Sonnenschein. Die Pestizistin weißt nich, ob ihre Blut auch grün ist. Ehrlich gesagt, sie ist nicht sicher, ob sie überhaupt bluten kann. Aber das braucht sie doch nicht. Zu welchem Zweck? ,,Nicht bluten, BLÜHEN”. Das ist ihre Philosophie, daran sie seit Jahren hält.
Die Pestizistin hat zahllose Kinder. Sie liebt jedes Kind bis zum Tode. Also das heißt, sie liebt jedes Kind, bis es stirbt. Die Pestizistin fühlt es immer, wenn eines ihrer Kinder ums Leben kommt. Sie verzieht ihr Gesicht. Es sind immer die Blutenden, die das Blühen anhalten wollen. Sie wird Rache nehmen. Sie macht sich an die Arbeit.
Die Pestizistin ist Musikfan. Sie geht ständig auf Festivals. Da tanzt sie die ganze Nacht durch. Alle Augen sind auf sie gerichtet, der Fokus ist auf ihr fixiert. Ihr Tanz ist verlockend. Niemand kann sie widerstehen. Es wird gemunkelt, dass sie Hexe sei. Die Männer und die Frauen sind von dem Glanz ihrer Haut bezaubernd. Alle kreisen sie um. Alle verfallen in Trance. Jeder ahnt die kommende Verzückung… DAS GIFTGAS FREISETZEN!
So fährt die Pestizistin von einem Festival zu dem anderen, um ihre Mission zu erfüllen: pestizistischen Anarchismus zu sähen. Überall verstreuen. Warten, bis er keimt. Dann ernten. Die Früchte ihrer Arbeit sind immer wohlschmeckend. Sie muss natürlich im Voraus düngen, aber es lohnt sich. Der Zweck heiligt die Mittel einfach